Kreisbewegung

Ein Objekt bewegt sich auf einer Kreisbahn, wenn es gleichmäßig zum Mittelpunkt beschleunigt wird. Dabei ist die Beschleunigung immer orthogonal (im 90°-Winkel) zur momentanen Geschwindigkeit. Es gibt also keine Beschleunigungskomponente in Richtung oder entgegengesetzt der momentanen Bewegung, so dass der Betrag der Geschwindigkeit gleich bleibt. Das Objekt wird weder schneller noch langsamer, es ändert nur seine Bewegungsrichtung. Dabei gilt:  

Je größer die Geschwindigkeit, desto größer der Radius.

Je größer die Beschleunigung, desto kleiner der Radius.

Über die Umlaufzeit (T) ist die Frequenz (f) der Kreisbewegung definiert. Sie wird in in der Einheit Herz (Hz) gemessen. Ein Herz entspricht eine Umdrehung pro Sekunde (1/s).

Die absolute Geschwindigkeit des Objektes hängt von der Umlaufzeit und dem Kreisradius ab:

Die Winkelgeschwindigkeit ist eine vom Radius unabhängige Geschwindigkeitsangabe der Kreisbewegung:  

Bei der Kreisbewegung auftretende Kräfte

Die nach innen gerichtete Beschleunigung wird Zentripetalbeschleunigung genannt. Mit der Grundgleichung der Mechanik (F = m a) ergibt sich die entsprechende Zentripetalkraft. 

Befindet sich das Bezugssystem ( z.B. eine beobachtende Person) in dem Objekt, das permanent zum Mittelpunkt beschleunigt wird, wirkt hier eine Beschleunigung und Kraft (Zentrifugalkraft) nach außen. Die Beträge beider Kräfte sind gleich, nur die Richtung ist entgegengesetzt. die Person wird an die Außenwand des Objektes gedrückt, da sie sich ohne Krafteinwirkung geradeaus weiter bewegen würde.