Künstliche Bäume

Zitat aus Spiegel-Artikel (2009):

Zehn Tonnen CO2 pro Tag

Bei dem auch "Air Capture" genannten Verfahren wird die Luft über flüssige Chemikalien wie Natriumhydroxid gepustet. Das Natriumhydroxid reagiert dabei mit dem Kohlendioxid, und es entsteht eine Natriumkarbonat-Lösung. Zu der wird dann gebrannter Kalk (Kalziumoxid) gegeben, so dass sich fester Kalkstein (Kalziumkarbonat) bildet. Durch Erhitzen des Kalksteins lässt sich das gebundene CO2 später wieder freisetzen und kann unterirdisch, beispielsweise in stillgelegten Bergbaustollen, gelagert werden. Diese CCS-Technik (Carbon Capture and Storage) soll auch in CO2-neutralen Kohlekraftwerken zum Einsatz kommen.

Air-Capture-Anlagen funktionieren als geschlossene Kreislaufsysteme ohne Zugabe von Chemikalien. Aus dem Kalkstein wird nach dem Erhitzen gebrannter Kalk, nach Zugabe von Natriumkarbonat wieder Kalkstein und so weiter. Einzig das bei dem Prozess freigesetzte CO2 muss abtransportiert werden, beispielsweise über Pipelines.

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